Nachdenklich im Verein: Wenn Helfer fehlen
Teil 4 und letzter Teil unserer Miniserie zum nachdenken
Immer weniger Menschen engagieren sich in Vereinen – das beschäftigt uns. Doch was uns noch viel mehr Sorgen bereitet, ist ein stiller, aber gravierender Wandel: Auch Hilfsorganisationen, Rettungsdienste und Feuerwehren finden immer seltener Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Menschen, die aufstehen, wenn andere Hilfe brauchen.
Wer ruft, wenn es brennt – und keiner kommt?
Wer steht nachts auf, um Leben zu retten – wenn niemand mehr da ist, der es tut?
Wer hilft, wenn Hilfe immer seltener wird?
Es geht hier nicht nur um fehlende Hände bei Vereinsfesten. Es geht um Sicherheit, um Gemeinschaft, um Menschlichkeit. Unsere Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass es Menschen gibt, die nicht fragen „Was bringt mir das?“, sondern sagen „Ich helfe, weil es wichtig ist.“
Doch diese Menschen werden weniger. Und damit schwindet auch ein Stück Verlässlichkeit, ein Stück Solidarität – ein Stück Menschsein.
Vielleicht ist jetzt der Moment, innezuhalten. Zu fragen, wie wir unseren Kindern einmal erklären wollen, dass Hilfe selbstverständlich da war – und plötzlich nicht mehr.
Vereinsarbeit ist wichtig. Aber Hilfe, wenn’s drauf ankommt – ist unbezahlbar.
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